(Rück-)Blick hinter die Kulissen im einhorn-Verlag

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Einmal in die Welt der Bücher schnuppern und einen Verlag von innen sehen: Am vergangenen Samstag öffnete der einhorn-Verlag Tür und Buchdeckel für Leseratten, Bücherwürmer und alle Interessierten. Trotz des trüben Regenwetters begaben sich zahlreiche Neugierige auf die „Expedition Einhorn“. Wer wollte, konnte sich dabei von den zehn Fragen eines Gewinnspiels leiten lassen, welches wie eine Schnitzeljagd durch das Verlagsgebäude führte. Und das hatte einiges zu bieten: Im Obergeschoss wurden die Besucher von der Ausstellung „Bergers Schwabenteuer“ empfangen, die im Sommer im Gmünder Rathaus zu sehen war und von nun an den Gang am Kopf der Wendeltreppe ziert.

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Vor dem großen Ansturm: Jo-Kurt Berger, Zeichner der “Schwabenteuer”, und Olaf Hunck, Webdesigner, freuen sich auf die Besucher.

In einer Ecke thronte die „Staufer-Pyramide“: ein imposantes Kartenhaus, bestehend aus den Staufersaga-Bildbänden. Als besonderes Schnäppchen kostete dieser schöne Bildband am Tag der offenen Tür nur 1 Euro; viele Staufersaga-Fans aus Schwäbisch Gmünd und der Umgebung schlugen bei diesem tollen Angebot zu.

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Die Grafikabteilung wurde für den Blick hinter die Kulissen kurzerhand zum „Kreativen Fotostudio“ umgewandelt. Einhorn-Fotograf Elias Blumenzwerg fotografierte die Besucher, und Mediengestalter Jens Giese setzte die Personen auf verschiedene Magazin-Cover. So entstanden ganz persönliche und garantiert einzigartige Erinnerungsstücke.

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Ganz schön was los im “Kreativen Fotostudio”!

Auch Erster Bürgermeister Dr. Joachim Bläse ließ sich auf einem „Stern“-Cover verewigen und dankte dem Verlag: „Wenn Ihr nicht da wärt, würde etwas fehlen.“ Er hatte dabei nicht nur die vielen schönen Bücher über Gmünd im Kopf, die im Laufe der Jahrzehnte erschienen sind, sondern auch die Amts- und Mitteilungsblätter. Er erinnerte sich an seine ersten Jahre als Lindacher Ortschaftsrat – das Lindacher Blättle sei für ihn damals das Medium gewesen. „Ich wünsche Ihnen die Kraft, innovative Wege zu gehen“, ermunterte er EV-Geschäftsführer Jörg Schumacher, diese Form der Information stetig weiterzuentwickeln, aber auch die Digitalisierung nicht außer Acht zu lassen.

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Erster Bürgermeister Dr. Joachim Bläse und Jörg Schumacher, Geschäftsführer des einhorn-Verlags (v.l.n.r.)

Bläse lobte den Tag der offenen Tür, weil der Verlag damit zeige: „Wir sind da!“ Eine Präsenz, die gerade im digitalen Zeitalter wichtig sei. Genauso wie auch das gedruckte Wort wichtig und etwas Besonderes bleibe: „Ein Buch ist ein Buch.“ Er hob auch die vielen Fotos hervor, mit denen der einhorn-Verlag seit einigen Jahren die Besonderheit und Schönheit Gmünds festhält – fotografiert von Elias Blumenzwerg.

Jörg Schumacher gab den Dank Bläses zurück: Die Stadt stehe hinter dem einhorn-Verlag, das erleichtere die Arbeit. Stolz könne man sein, dass Gmünd noch einen waschechten Verlag habe. Der EV-Chef erinnerte daran, dass kürzlich der Tübinger Silberburg-Verlag verkauft wurde. „Wir gehen mit neuen Ideen und Produkten durchs 21. Jahrhundert“, blickt Schumacher optimistisch in die Zukunft.

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Angelika Piechatzek vom einhorn-Verlag, Autorin Cornelia Heilig und Autor Timo Bader (v.l.n.r.)

Davon überzeugte sich auch Baubürgermeister Julius Mihm, der als einer der ersten Besucher den Verlag erkundete. Als ganz besondere Gäste durften natürlich die Autoren im „Autorenstüble“ nicht fehlen: Timo Bader, Cornelia Heilig, Anja Jantschik, Jo-Kurt Berger und Barbara Reik gaben sich die Klinke in die Hand. Letztere entführte die Zuschauer mit einer kleinen Fächer-Show in die Zeit Kaiser Barbarossas und animierte zum Mittanzen.

 

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Ein Hauch Staufergeschichte im einhorn-Verlag: Autorin Barbara Reik lässt die Fächer tanzen.

Beim Bücherflohmarkt konnten sich die Besucher mit frischem Lesestoff eindecken sowie Kuchen und heißen Kaffee genießen, gebacken und zubereitet von Schülerinnen der Klasse 10b des Scheffold-Gymnasiums. Mithilfe der Einnahmen finanzieren die Jugendlichen ihre Studienfahrt nach Berlin im folgenden Jahr.

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Bücher, Kaffee und Kuchen – kann es etwas Schöneres geben?

Gegen 15 Uhr schloss der letzte Leser den Buchdeckel – bzw. sich die Tür hinter dem letzten Besucher. Und uns, den Einhörnern, bleibt nur Danke zu sagen für diesen wunderbaren, unvergesslichen Tag!

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Vielen Dank für Ihren Besuch!