Auszeichnung unseres Autors Karlheinz Hegele

Auszeichnung von Karlheinz Hegele im Rahmen des Landespreises für Heimatforschung Baden-Württemberg 2018

(Pressemitteilung der Stadt Schwäbisch Gmünd)

Schwäbisch Gmünd (sv). Der Vorsitzende des Gmünder Geschichtsvereins, Karlheinz Hegele, wurde am 22. November, im Rahmen der diesjährigen Heimattage Baden-Württemberg in Waldkirch für sein Werk „Die Mühlen und Mühlbäche der Stadt Schwäbisch Gmünd“ mit einem Preis ausgezeichnet. Durch Beschluss der wissenschaftlichen Jury des Landespreises für Heimatforschung Baden-Württemberg 2018 erhielt er für sein Buch eine Anerkennungsurkunde, die ihm durch Ministerialdirektor Johannes Grebe vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg während eines Festakts feierlich verliehen wurde. Als offizieller Vertreter der Stadt Schwäbisch Gmünd gratulierte Stadtarchivar Dr. David Schnur dem Autor zu dieser großartigen Würdigung. In Anerkennung seines Schaffens wurde das Mühlenbuch dem Haus der Geschichte in Stuttgart zur dauerhaften Aufbewahrung übergeben.

Mit seinem Buch zu den Gmünder Mühlen und Mühlbächen konnte Hegele eine empfindliche Forschungslücke in der Stadtgeschichte schließen. Bislang existierte für Schwäbisch Gmünd noch keine Gesamtschau, die das Mühlensystem vergleichend in den Blick nahm. Genau dies ist Hegele mit seinem nun auf Landesebene ausgezeichneten Werk gelungen.

Mühlen stellten seit dem hohen Mittelalter einen wesentlichen Faktor der städtischen Infrastruktur dar, sie sicherten als Getreidemühlen die Grundversorgung der Bevölkerung in Stadt und Umland und waren als Wirtschaftsbetriebe, welche die Wasserkraft zur Produktion oder Weiterverarbeitung von Waren und Gütern aller Art einsetzten, für die Entwicklung einer Stadt unentbehrlich. Die herausragende Bedeutung, die der Wassernutzung und damit auch den Mühlenanlagen über Jahrhunderte hinweg zukam, wird auch daran ersichtlich, dass etwa der deutsche Mediävistenverband im Jahr 2015 sein Symposium unter den Titel „Gebrauch und Symbolik des Wassers in der mittelalterlichen Kultur“ stellte – und damit dem Wasser und seiner Nutzung den größten jährlichen Fachkongress Deutschlands speziell zur Mittelalterforschung widmete.

Erst durch die Industrialisierung seit der Mitte des 19. Jahrhunderts und der damit einhergehenden Nutzung neuer Techniken wie Dampfmaschinen oder Gasmotoren verloren die wassergetriebenen Mühlen allmählich ihre Bedeutung und verschwanden nach und nach aus dem städtischen Weichbild. Gleiches ist auch für das ausgeklügelte, teils jahrhundertelang genutzte System aus Mühlbächen und Wehren zu konstatieren, das Schwäbisch Gmünd durchzog. Spätestens mit der Umgestaltung des städtischen Entrées im Mündungsbereich des Josefsbachs in die Rems, verschwand vor wenigen Jahren auch die alte Wehranlage, die bis dahin dieses Areal dominiert hatte. Durch sein Buch ist es Karlheinz Hegele gelungen, diesen wichtigen Teil der Gmünder Wirtschaftsgeschichte vor dem Vergessen zu bewahren. Das Buch “Die Mühlen und Mühlbäche der Stadt Schwäbisch Gmünd” von Karlheinz Hegele ist erhältlich über: ISBN 978-3-95747-048-5 für 20 Euro.

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