Staufer-Trilogie vollendet: Timo Bader stellt neues Buch vor

Lesestunde im Heilig-Kreuz-Münster

Staufer-Triologie mit „Das Vermächtnis der Staufer“ vollendet – Buchvorstellung in besonderem Rahmen

Den dritten und letzten Band seiner 2012 begonnenen Staufer-Trilogie stellten der Einhorn-Verlag und Autor Timo Bader am Sonntag im Heilig-Kreuz-Münster vor.

WERNER SCHMIDT

Schwäbisch Gmünd. Um den Bau des Münsters und dessen Baumeister Heinrich Parler einerseits und Konradin, den Letzten des Staufer-Geschlechts andererseits, geht es in dem 417 Seiten umfassenden Buch.
Das verglich Autor Timo Bader mit dem Schlussstein einer Bogenkonstruktion. Dieser Schlussstein, der zuletzt eingesetzt wird und den Höhepunkt eines Bogens markiert, sei häufig besonders gekennzeichnet und verziert, erläuterte Bader, der einst als Lehrer arbeitete, bevor ihn der Ruf der Staufer ereilte. Und so solle auch „Das Vermächtnis der Staufer“ etwas Besonderes sein. Es markiere mit dem Ende der Trilogie auch das Ende der Staufer. Alle Laudatoren fanden einen persönlichen Bogen zum Veranstaltungsort.
Alexander Groll als Vertreter der Stadt meinte, er dürfe nun, nach 25 Jahren und drei Tagen, wieder offiziell im Münster etwas sagen. Damals seien es lediglich drei Worte gewesen – aber die waren für sein weiteres Leben entscheidend: „Ja! Ich will.“ Was sich daraus entwickelt habe, sei bemerkenswert. Wobei er damit eindeutig Bezug zur Gegenwart nahm und das Buch Timo Baders meinte, nachdem er kurzen Exkurs von der Idee zum Buchprojekt dargestellt hatte. Robert Kloker als Hausherr des Münsters betonte, er habe spontan zugestimmt, als der Einhorn-Verlag auf ihn zugekommen sei und fragte, ob die Buchpräsentation im Münster vorstellbar wäre. Mit dem sakralen Rahmen werde die Zeit ein wenig zurück gedreht in die Epoche, in der Baders Buch handele. Und auch der Geschäftsführer des Einhorn-Verlags, Jörg Schumacher, erinnerte sich daran, einst 14 Jahre lang Ministrant im Münster gewesen zu sein. An diesem besonderen Ort, sei eine Buchvorstellung noch aufregender, als sie es sonst schon sei.
Er habe sich in seiner Geschichte auf den Bau des Chores, des letzten Drittels des Münsters, konzentriert, sagte Bader. Eine Zeit, in der mit dem 1268 hingerichteten Konradin der Niedergang der Staufer längst besiegelt war. Zwei Jahre zuvor, 1266, hatte sich Konradin zuletzt Schwäbisch Gmünd aufgehalten. Schwäbisch Gmünd blieb die älteste Stauferstadt und Heinrich Parler baute das Münster. Gleichzeitig wüteten in der Stadt Pogrome gegen die ansässige jüdische Bevölkerung, der Brunnenvergiftung vorgeworfen wurde, als die Pest von Südost-Europa kommend, 1349 über Deutschland zog. Musikalisch umrahmt wurde die Buchpräsentation vom Bettringer Flötenensemble/Staufermusikgruppe Batheri.

© Gmünder Tagespost 09.05.2016

 

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