Gedenkschrift für Werner Debler

Pädagoge mit Humor und Heimatsinn

Gedenkschrift für den vor einem Jahr verstorbenen Werner Debler erschienen
Am 26. Dezember in diesem Jahr wäre der populäre Heimatforscher Werner Debler 75 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass hat der Einhorn-Verlag eine Gedenkschrift an den vielfach engagierten Pädagogen herausgebracht.

Wolfgang Fischer

Angehörige, Wegbegleiter und Verlagsmitarbeiter stellten die Gedenkschrift für Werner Debler vor – vor dem Porträt von Maria Elisabeth Debler im Barockzimmer des Rathauses.  (Foto: Tom)

Angehörige, Wegbegleiter und Verlagsmitarbeiter stellten die Gedenkschrift für Werner Debler vor – vor dem Porträt von Maria Elisabeth Debler im Barockzimmer des Rathauses. (Foto: Tom)

Schwäbisch Gmünd. Als „Heimatforscher von Herzen“ charakterisierte Oberbürgermeister Richard Arnold am Montag bei der Vorstellung des Buches Werner Debler. Das Talent dazu liege sicher in der alteingesessenen Gmünder Familie begründet, immerhin gehörte ein bekannter Chronist zu Werner Deblers Vorfahren. Die Familie Debler sei ein illustrer Stamm in Gmünd, Arnold verglich sie mit den Kennedys in den USA. Werner Debler habe stets profund aus der Geschichte heraus für die Gegenwart argumentiert. Damit habe er unter anderem die Lehrerbildung in Gmünd gestärkt.
Jahrzehntelang war Werner Debler Vorsitzender der Balthasar-Debler-Stiftung, die die Dreifaltigkeitskapelle restauriert hat und jährlich dort das Dreifaltigkeitsfest ausrichtet. Der OB appellierte an die Familie, diese Tradition fortzusetzen. Professor Hubert Herkommer erinnerte sich an den Mann, mit dem er seit seinem sechsten Lebensjahr befreundet war: als Ministrant im Münster, als Mitglied in der katholischen Jugendbewegung Bund Neudeutschland. Sie beide seien von Lehrern wie Alfons Urban, Ortrud Seidel oder Peter Spranger, aber auch von Geistlichen wie Dekan Hermann Mager geprägt worden. Sie beide seien sehr weltoffen erzogen worden.
Steffen Alt hatte nach Deblers Tod das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der Eduard-Dietenberger-Stiftung übernommen. Die Stiftung fördert viele Projekte in den Bereichen Kunst, Heimatgeschichte und Natur – alles Bereiche, die Debler am Herzen lagen, sagte Alt.
Werner Debler hat nicht nur viel über die Heimatgeschichte geforscht, sondern dies auch veröffentlicht. Damit war er ein wertvoller Mitarbeiter für den Einhorn-Verlag. Der Verlag sei Deblers „drittes Wohnzimmer“ nach dessen Zuhause und dem Stadtarchiv gewesen, erinnerte Verlags-Geschäftsführer Jörg Schumacher. Deshalb habe man sich entschlossen, zum ersten Geburtstag nach dessen Tode die Gedenkschrift „In Memoriam Werner H. A. Debler“ herauszugeben. Sie enthält auf 96 Seiten Erinnerungen an den humorvollen Mann und einige seiner Beiträge. Von der Gedenkschrift wurden 500 Stück gedruckt. Interessierte können ein Exemplar beim Einhorn-Verlag bekommen.
© Gmünder Tagespost 21.12.2015 19:54:53

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