Auf der Spur des Einhorns

Buchvorstellung schafft Klarheit über Gmünds Wappen
Gmünd ist um ein Buch reicher. Ein besonderes Buch, denn es löst eines der Rätsel um die alte Stauferstadt. Es beantwortet die Frage, wie sie zum Wappen gekommen ist – oder besser: gekommen sein könnte. Sabine Francis, Ur-Bettringerin, hat sich von der Staufersaga inspirieren lassen zum Fantasyroman „Ein Einhorn für Gmünd“.

 

Präsentieren den Roman auf den Spuren des Gmünder Einhorns: (v.l.) Sabine Lamla, Jörg Schumacher,Birgit Markert, Joachim Bläse, Martin Rott, Johannes Paus, Annabella Akcal und Alexander Groll.  (Foto: Tom)

Präsentieren den Roman auf den Spuren des Gmünder Einhorns: (v.l.) Sabine Lamla, Jörg Schumacher,Birgit Markert, Joachim Bläse, Martin Rott, Johannes Paus, Annabella Akcal und Alexander Groll. (Foto: Tom)

 

Schwäbisch Gmünd. Wer am Abend zur Buchlesung ins Buhlgässle zum „Bunten Hund“ bog, wurde von Sekt und Esse empfangen. Sekt zum Einstimmen aufs Lesen und Esse samt Schmied zur Untermalung des Textes. Die Autorin las nicht selbst, sondern Annabella Akçal las ihr und Sabine Francis’ Fans vor. Das hatte sich die Autorin gewünscht: ihr eigenes Buch vorgelesen zu bekommen. Eine gute Wahl, denn Akçal weiß als Schauspielerin, wie man Wörter in Szene setzt und Spannung aufzubauen, wenn es darum geht, Gmünds Wappentier auf die Spur zu kommen.
Bürgermeister Dr. Joachim Bläse und der Leiter des Stauferfestivals, Alexander Groll, waren anwesend, denn „wenn’s ums Einhorn geht, dann muss ich kommen“, so Bläse. Zwar habe er noch nicht das ganze Buch lesen können, aber Francis’ Liebesbekenntnis zu Gmünd habe es ihm angetan. „Ich habe mich auf Sie gefreut“, gesteht er Sabine Francis, „denn Sie sind auch Jahrgang 68, haben eine Ausbildung zum Maler und Lackierer gemacht, was mir nicht fremd ist.“ Am meisten bewundere er jedoch Menschen, die in ihrem Alltag Zeit und Muße finden zum Schreiben und den Mut zum Veröffentlichen haben. Denn damit gebe der Autor viel preis von sich selbst.
Es ist das erste Buch von Francis, das in einem Verlag erscheint. Die fünf vorher hat sie selbst verlegt. Die Autorin schreibt nicht nach Plan. „Mir fällt was ein, manchmal ist es eine Nebenfigur, die dann ein Eigenleben entwickelt und zur Hauptfigur werden kann. Die Figuren schreiben sich selbst!“
Worum es geht? Bürgermeister Bläse verspricht eine Antwort aufs Einhorn im Wappen: „Sie geben dem Einhorn eine Geschichte für seine Geschichte, kaufet’s Buch, dann wisst ihr’s!“
gkg
© Gmünder Tagespost 28.11.2015 19:19:12

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