Neues Buch ist bärenstarkes Standardwerk

Autor: WERNER SCHMIDT, 10.12.2014

Kreis Göppingen: Ein neues Buch, “Die drei Kaiserberge und das Stauferland”, ist jüngst im Kloster Lorch vorgestellt worden. Das zweieinhalb Kilo schwere Werk wurde als “einzigartiges Lehrbuch und Nachschlagewerk” gelobt.

Foto: Werner Schmidt Einblick ins jetzt im Einhorn-Verlag Schwäbisch Gmünd erschienene, 450-seitige Buch "Die drei Kaiserberge und das Stauferland".

Foto: Werner Schmidt
Einblick ins jetzt im Einhorn-Verlag Schwäbisch Gmünd erschienene, 450-seitige Buch “Die drei Kaiserberge und das Stauferland”.

 

Es lag noch nicht auf dem Ladentisch, da wurde es schon als Standardwerk gefeiert und als ein Kompendium – ein Lehrbuch also oder Nachschlagewerk. Eines ist sicher: Als Taschenbuch gehen “Die drei Kaiserberge und das Stauferland” nicht mehr durch.

Das jetzt stilecht im Stauferkloster Lorch präsentierte Werk , herausgegeben vom Einhorn-Verlag aus Schwäbisch Gmünd, bringt so an die zweieinhalb Kilo auf die Waage. Es ist das, was im Volksmund als “gewichtig” bezeichnet wird. Nun hat es nicht nur Gewicht, sondern ist auch inhaltsschwer, beschäftigt es sich doch mit einer Naturlandschaft, die bisher nur bescheiden dokumentiert ist.

Ostalbkreis-Landrat Klaus Pavel fand denn auch Worte jenseits aller sonstigen Lobeshymnen: “Das Buch ist bärenstark. Vergleichbares finden Sie nicht.” Es sei das erste Standardwerk der drei Kaiserberge und der sie umgebenden Landschaft, insgesamt “eines der besten Bücher, die es im Ostalbkreis und dem Kreis Göppingen gibt”. Und dem Einhorn-Verlag bescheinigte er: “Sie sind jetzt in der Champions League der Verlage.”

40 Fotografen und Autoren haben ehrenamtlich mitgewirkt

Dieses kreisübergreifende Buch, an dem rund 40 Fotografen und Autoren ehrenamtlich wirkten, werde ein Bestseller, prophezeite Pavel. Koordiniert hat die Autoren der Herausgeber: Raimund M. Rothenberger, ehemaliger General, und ohne seine generalstabsmäßige Planung und Organisation wäre es wohl nicht gelungen, das Buch in nur 14 Monaten zu erstellen. So kreisübergreifend die Thematik des Buches, so auch die Laudatoren, die sich dem Thema widmeten. Schwäbisch Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold sprach auch im Namen seines verhinderten Göppinger Amtskollegen Guido Till und wünschte sich, dass das Buch Einzug halte in die Schulen. Auch Arnold bezeichnete es als ein “Standardwerk”, und als solches sei es zeitlos.

Dem Herausgeber bescheinigte Arnold “Zielstrebigkeit und in Charme verpackte Hartnäckigkeit” bei der Durchsetzung seiner Idee. Und der Ex-Brigadegeneral, gerührt und ein wenig verlegen ob der verteilten Meriten, stellte fest: “Ich habe dies nicht der Anerkennung wegen getan.” Aber umso schöner sei sie. Getan habe er es, um seine Idee um- und seiner Heimat ein Denkmal zu setzen. Dazu muss man wissen, dass Rothenberger gar nicht in Baden-Württemberg wohnt, sondern in der Nähe von Bonn. Geboren allerdings ist er in Waldstetten, weshalb auch Bürgermeister Michael Rembold zur Feierstunde und Buchvorstellung geladen war.

Als er vier Jahre alt war, seien seine Eltern nach Hessen gezogen und nach einigen Stationen durch Deutschland kam er nach Schwäbisch Gmünd zurück, um am Parler-Gymnasium das Abitur abzulegen, erklärte Rothenberger. Er studierte, und nach einer Tätigkeit in der freien Wirtschaft wurde er Berufssoldat und vorwiegend in Norddeutschland, aber auch im Ausland, eingesetzt.

Seine Wurzeln aber ließen ihn nicht ruhen. Der Stuifen tat es im besonders an, was in einem Kreuz auf dem Gipfel des Waldstettener Hausbergs gipfelte. Dort entstand auch die Idee zu einem umfassenden Werk über die drei Kaiserberge: “Wenn die Leute schon oben stehen, wollen sie auch etwas darüber wissen.”

Mit der Zielstrebigkeit eines Generals machte er sich an die Arbeit; er überzeugte die Politiker von seiner Idee, überredete die Sponsoren bei den Sparkassen in Göppingen und im Ostalbkreis und holte die Autoren und Fotografen an Bord: “Das Autorenverzeichnis liest sich wie ein “Who’s Who” der Geschichtsschreiber.

Aber auch ein Buch mit 450 Seiten, jede 31 mal 24 Zentimeter groß, ist eben endlich. Deshalb behielt Rothenberger noch viel Stoff über seinen Lieblingsberg übrig. Der soll, wohlgeordnet und aufbereitet, als Dokumentation im kommenden Jahr an Waldstetten übergeben werden. Rothenberger findet: “Damit ist dann auch der Stuifen in sauberer Weise dokumentiert.”
Info “Die drei Kaiserberge und das Stauferland”, herausgegeben von Raimund M. Rothenberger, ISBN 978 395 747 002 7, ist erschienen im Einhorn-Verlag Schwäbisch Gmünd.

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