In Wäschenbeuren haben Autoren ihre Werke vorgestellt

Wäschenbeuren

Für einen literarisch geprägten Samstagabend entschieden sich die gut 50 Gäste in der Bibliothek am Wäschenbeurer Rathaus. Zweimal Krimi und einmal regionale Historie sorgten für Kurzweil und Spannung.

PATRICIA MOSER | 28.10.2014

“Gleich drei Autoren an einem Abend, das ist auch für die Bibliothek in Wäschenbeuren etwas Neues”, erklärte die Bibliotheksleiterin Roswitha Früh-Kunz am Samstagabend. Das vorgegebene Zeitbudget von zwanzig Minuten pro Autor wurde natürlich nicht eingehalten. Zu spannend waren schon die Ausführungen der drei Autoren über ihre Arbeitsweise, ihre Motivation und die Dauer der Arbeit an einem Buch.

Foto: Patricia Moser Bei der Lesung in der Wäschenbeurer Bücherei: (v.l.) Die Autoren Timo Bader, Petra Mehnert und Ralph F. Wild.

Foto: Patricia Moser
Bei der Lesung in der Wäschenbeurer Bücherei: (v.l.) Die Autoren Timo Bader, Petra Mehnert und Ralph F. Wild.

 

Den Anfang machte Ralph F. Wild aus Durlangen, der seinen Thriller “Real Mord” vorstellte. Die Zuhörer in der Bibliothek Wäschenbeuren folgten dem Autor in seinem Erstlingswerk gerne an die Cote d´Azur, als Schauplatz des Geschehens. In die Welt der Schönen und Reichen, auf die Luxusjacht und an die Croisette, die Prachtstraße Cannes, ließ man sich gerne führen. Ein fiktiver Mord steht einem realen Mord im Roman entgegen. Eine Verfolgungsjagd quer durch Frankreich bis nach Deutschland wird den Leser fesseln. Mehr verriet der Autor, dessen Werk hochgelobt wird, noch nicht.

Auf der Galerie erwartete die Ottenbacher Autorin Petra Mehnert ihre Zuhörer. Mit spritziger und humorvoller Art stellte sie sich und ihre Bücher vor, die sie bislang im Eigenverlag veröffentlicht hat. In familiärer Kooperation sorgt die Tochter Nina immer für die Illustration der Bücher. Die Geschichten von Petra Mehnert tragen autobiografische Züge und die Schauplätze sind in ihrer Heimat dem Ottenbacher Tal angesiedelt. Gerne erfindet sie auch mal etwas dazu und regt an nicht jedes beschriebene Wäldchen zu suchen. Ihr neuestes Werk, den Krimi “Ohne Beweise, stellte sie vor und flocht Erklärungen dazwischen.

Dritter im Bunde der Autoren war Timo Bader aus Schwäbisch Gmünd mit einem Historienroman “Die Chronistin der Staufer”. Sprachlich verstand der Lehrer für Deutsch und Englisch seine Zuhörer sogleich in das 12. Jahrhundert zu geleiten. Seine Leseprobe wählte als Ort der Handlung das Wäscherschloss an. “Als Nichtfachmann habe ich viel gelesen, recherchiert und Fachliteratur besorgt”, so der Autor. Viel Platz für Fantasie hat er sich in seinem Roman gestattet, in dem auch ein Mord geschieht.

Nach fast zwei Stunden Lesevergnügen in der Bibliothek am Rathaus, signierten die drei Autoren dann ihre Bücher.

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