Sylvia Bäßler aus Kirchenkirnberg präsentiert ihren Roman “Im Schatten der Eichen”

Autor: EKE, 10.10.2014

Kirchenkirnberg: Was lange währt, wird endlich gut: Seit dem Jahr 2000 hat Sylvia Bäßler an ihrem Roman “Im Schatten der Eichen” gearbeitet. Am 24. Oktober erscheint er im Schwäbisch Gmünder Einhorn Verlag.

Foto: eke Autorin Sylvia Bäßler in historischem Gewand: In Kürze wird sie ihren neuen Roman vorstellen.

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Autorin Sylvia Bäßler in historischem Gewand: In Kürze wird sie ihren neuen Roman vorstellen.

 

Wer gerne im Schwäbisch-Fränkischen Wald wandert und historisch interessiert ist, kommt im neuen Roman “Im Schatten der Eichen” der Kirchenkirnberger Autorin Sylvia Bäßler auf seine Kosten. Er führt an idyllische, verwunschene Orte und lässt alte Mythen, Märchen und Sagen unserer Heimat wieder lebendig werden.

Das Interesse an Geschichte, Sagen und Mythen, die Liebe zur Natur und zu ihrer Wahlheimat sind Bäßlers Inspirationsquellen. “Auf Spaziergängen durch heimische Wälder kam mir die Idee, eine Geschichte zu schreiben über ein geheimnisvolles kleines Waldvolk”, erzählt Bäßler. “Bei uns heißen sie Erdluitle, sind aber ganz anders, als man sie sich vorstellt. Ich habe sie Selvas genannt, nach dem spanischen Wort für Wald. Sie beobachten die Humanos (Menschen) aus ihrer naturverbundenen Sicht.”

Der Roman, in dem Bäßlers tief verwurzelter Glaube an eine höhere Macht und ihre Freude an tiefsinnigen Geschichten zum Ausdruck kommen, spielt in den Wäldern um Kirchenkirnberg, Altersberg und Eichenkirnberg, aber auch an geheimnisvollen Orten um Murrhardt. Darin beschreibt die Autorin auf märchenhafte Weise, wie die Menschen vor mehr als 1000 Jahren die Höhenzüge des Schwäbisch-Fränkischen Waldes besiedelten. Die Handlung macht deutlich, wie die Menschen mit der ihr anvertrauten Schöpfung und auch miteinander umgehen.

Zum Titel “Im Schatten der Eichen” habe Bäßler die Baumart inspiriert, die schon in der keltischen Mythologie eine wichtige Rolle spielte. Der Roman ist eine Entwicklungsgeschichte mit Elementen aus der Heimatgeschichte, Märchen, Sagen und Fantasy, keltischer Mythologie und Spiritualität.

Darin erzählt Sylvia Bäßler, wie ein verwaistes Geschwisterpaar eines Selva-Clans erwachsen wird. Das Mädchen Loxia, selbst noch ein Kind, hat zusammen mit ihrer Großmutter Oxalis, der weisen Frau des Clans, seinen kleinen Bruder Strix großgezogen. Der Abnabelungsprozess ist für die Geschwister sehr schmerzlich und gelingt nur mit Hilfe eines Mentors, der unverhofft in ihr Leben tritt. “Die Hauptpersonen Strix und Loxia erleben viele Abenteuer und müssen gefährliche Prüfungen bestehen”, fasst die Autorin den Inhalt zusammen. Sie baut Spannung auf, indem sie detailliert schildert, was die Figuren wahrnehmen und empfinden. “Die Handlung habe ich ganz bewusst gestaltet im Kontrast zum aktuellen Trend mit reißerischer Action. Mein Schreibstil ist den Personen angepasst, er verändert sich mit deren Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen.”

Der Roman sei in einem längeren Entwicklungsprozess etwa seit 2000 entstanden. “Damals begann ich, einzelne Ideen-Skizzen aufzuschreiben, teils auch in Gedichtform, mit unterschiedlichen Stimmungen und Szenerien”, sagt Bäßler. Darunter eine Mondfinsternis, das Frühlingserwachen im Wald, aber auch Gefühle, ausgelöst von dramatischen Ereignissen. Daraus habe ich die Handlung gestaltet, in die auch einige persönliche Erlebnisse mit einflossen.” Die Geschichte sei in sich abgeschlossen, doch mit offenem Ende, das genug Spielraum für ein bis zwei weitere Bände enthalte. Je nachdem, wie die Geschichte bei den Lesern ankomme, sei auch eine Fortsetzung möglich. “Ideen dazu habe ich noch mehr als genug”, versichert die Autorin.

Einer glücklichen Fügung des Schicksals sei es zu verdanken, dass der Roman im Einhorn Verlag in Schwäbisch Gmünd erscheint, der sich auf regionale Themen und Autoren spezialisiert hat. Dessen Team erfuhr aus der Besprechung des historischen Romans “Im Zeichen der Fische” in einer Regionalzeitung, dass Sylvia Bäßler noch ein Manuskript in der Schublade hat. “Daraufhin meldete sich der Verlag bei mir, und es begann eine konstruktive Zusammenarbeit”, berichtet sie freudig. Das Coverbild stellte der Liedpoet und Maler Harald Immig zur Verfügung. Es zeigt ein Waldidyll mit einem Wasserfall, von Bäumen umgeben, wie es im Schwäbischen Wald vorkommt, und fängt die Stimmung des Romans wunderbar ein.

Zurzeit arbeitet Sylvia Bäßler an einem neuen Projekt, das auch auf historischen Fakten beruht. “Darin geht es um die Lebensgeschichte der Eva von Buttlar, einer selbstbewussten, entschlossenen Frau, die in der Barockzeit lebte.” Sie habe dem radikalen Pietismus ihren eigenen Stempel aufgedrückt und dabei unter heftigen Verleumdungen gelitten, berichtet die Autorin.

Landrat Fuchs hält Laudatio bei Buchvorstellung Bäßlers

Buchvorstellung Im Gasthaus “Kastanie” in Kirchenkirnberg präsentiert Sylvia Bäßler am Freitag, 24. Oktober, um 17 Uhr ihren Roman “Im Schatten der Eichen”. Die Laudatio hält Landrat Johannes Fuchs. Für die Buchvorstellung ließ sich die Autorin ein historisches Gewand anfertigen, das in Naturfarben gehalten ist, damit es zu den im Buch beschriebenen Menschen passt. Eine weitere Vorstellung des Romans gibt es am Samstag, 25. Oktober, um 18 Uhr im Kulturhaus Klosterhof in Murrhardt. Vorher wird ein Theaterstück unter der Regie von Barbara Schroeder von Buttlar aufgeführt.

Roman Sylvia Bäßler: Im Schatten der Eichen. Etwa 200 Seiten, 14,80 Euro.

SWP

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