Neue Bilder und Leben in der Stadt

Gar nicht so einfach ist es zurzeit in Gmünd, ein „Heimatbuch“ herauszugeben: „Die Stadt verändert sich so rasant, dass man eigentlich warten müsste bis zur Landesgartenschau 2014“, räumt Jörg Schumacher ein. Warum er mit seinem Einhorn-Verlag das Wagnis trotzdem eingegangen ist und jetzt die „Bilder einer Stadt“ präsentiert? Die alten Gmünd-Bände sind vergriffen. Ein Vakuum kann und will sich niemand leisten. Besonders OB Richard Arnold nicht.

Schwäbisch Gmünd. „Wir brauchen ein Buch, das die Stadt darstellt – besonders jetzt, wenn so viele Leute kommen“, betont der Oberbürgermeister und würdigt das unternehmerische Engagement des Verlags, der mit der Neuauflage den Aufbruch und Umbruch, die Tradition und die Perspektiven Gmünds darstelle.

Peter Freitag, zusammen mit Brigitte Häussermann verantwortlich für Konzept und Redaktion des Buches, beschreibt die Veränderungen der Neuauflage: „Fünfzig Prozent der insgesamt 280 Abbildungen sind neu fotografiert.“ Das Layout sei großzügiger, die Gestaltung moderner.

Inhaltlich wurden die Bilder einer Stadt so „umfassend und lebendig“ gestaltet, wie der 2005 aufgelegte und inzwischen völlig vergriffene Vorgängerband. Feste und Traditionen seien ebenso berücksichtigt, wie Kunst und Kultur, Schattentheater und Kirchenmusik, Design und Wirtschaft. „Wir wollten nicht nur Bauwerke zeigen, sondern auch das Leben in der Stadt“, beschreibt Peter Freitag. Was in einem Gmünd-Band des Jahres 2012 auch bedeutet, dass ein Kapitel den Staufern gewidmet ist.

Und ein weiteres der Gmünder Umgebung – vom Kalten Feld über die Limesanlagen bis hin zu den Glaubenswegen. Die kompakten Texte sind in deutsch, englisch und französisch. „2005 hatten wir deutsch, englisch und spanisch“, erinnert Jörg Schumacher – was die Schüler, wenn sie nach Antibes fuhren, immer sehr bedauert hätten.

„Ein tolles Buch über eine faszinierende Stadt“, lobt OB Richard Arnold – und verspricht: „für die Landesgartenschau in zwei Jahren machen wir ein Neues“. Weshalb der Einhorn-Verlag die Bilder einer Stadt auch „nur“ in einer Auflage von 3500 gedruckt hat. Anke Schwörer-Haag