Zwei „wahre Kraftorte“ erforscht

Es soll ein Buch für Laien und eines für Experten auf dem Gebiet der Naturkunde sein. Außerdem soll es einen besonderen Beitrag zum Gmünder Stadtjubiläum und zur Landesgartenschau leisten. Mitglieder des Naturkundevereins haben am Samstag ihr Gemeinschaftswerk „Das Taubental mit Lindenfirst und der Nepperberg mit St. Salvator“ vorgestellt.

Schwäbisch Gmünd. Im Buch finden sich Aufsätze zu naturkundlichen Forschungen im Taubental, am St. Salvator, Nepperberg und Lindenfirst. Über 400 Blütenpflanzen haben die Mitglieder des Naturkundevereins dort entdeckt, sie beschreiben in ihren Aufsätzen unter anderem Moose, Flechten, Farne, Insekten, die Wälder, Streuobstwiesen, die Höhlen und Stollen auf dem Areal. Damit das Buch für Laien und für Experten geeignet sei, hätten die Autoren weitestgehend auf Fremdwörter verzichtet, erklärt Professor Dr. Dieter Rodi bei der Buchvorstellung im Refektorium des Predigers. Wissenschaftliche Erklärungen finden sich im Anhang am Ende des Werkes. Rodi gehört zum Redaktionsteam und spricht im Schnelldurchlauf über Salamander und Bergmolch, über den netzstieligen Hexenröhrling und den lilaschuppigen Pfifferling, die alle im Taubental vorkämen. Die Mitglieder des Naturkundevereins beschreiben im Werk auch, wie sie zu ihren Ergebnissen kamen. Beispielsweise haben sie mit so genannten Exhaustoren Mauerasseln und Ähnliches in Gefäße eingesaugt. So können die Naturforscher untersuchungen, welche Tiere beispielsweise das Laub zersetzen.

Udo Gedack, Vorsitzender des Gmünder Naturkundevereins, lobt vor allem das Engagement der Autoren, die ihre Texte alle ehrenamtlich schrieben, aber auch die fleißigen Korrekturleser und Berater, Mediengestalterin Iris Barth, die sich um die Umsetzung kümmerte, und die Sponsoren.

Das Buch leiste einen besonderen Beitrag zum 850. Geburtstag der Stadt und zur Landesgartenschau, sagt Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold in seinem Grußwort. Denn es beschreibe zwei „wahre Kraftorte“ – Salvator und Taubental. Und das Buch stehe symbolhaft „für das, was sich in Gmünd gerade tut“. Ehrenamtlich engagierten sich zurzeit viele Bürger für den St. Salvator. Das Taubental hingegen zeige, was die Landesgartenschau 2014 leisten müsse. Ziel sei es nämlich, die Landschaft nicht zu inszenieren, sondern mit der Gartenschau an die Orte zu gehen, die bereits existierten. Dabei sei es wichtig, dass Plätze wie der St. Salvator oder das Taubental nicht zum Rummel würden. Marie Enssle